NorthStar Gaming

Playtech wird exklusiver Partner von NorthStar Gaming in Kanada! (Bild von playtech.com & northstargaming.ca)

Playtech schließt sich mit NorthStar Gaming zusammen, um mit Online-Glücksspiel legal in Kanada zu starten. Hierzu gab das auf der Isle of Man sitzende Unternehmen bekannt, dass es eine neue strategische Partnerschaft mit dem traditionsreichen Anbieter in Nordamerika unterzeichnet hat, um seine IMS-Plattform einzuführen. Das Komplettangebot umfasst das Live Casino Angebot, RNG-Spiele sowie Poker und Bingo. Darüber hinaus ist auch die Software für Sportwetten vorgesehen, was Playtech bei NorthStar Gaming zum führenden Lieferanten für Casino Spiele und Sportwetten macht. Nebenbei expandiert Playtech in die benachbarten Vereinigten Staaten und baut seine Reichweite in Nordamerika weiter aus, was das Interesse in Sachen Übernahme zusätzlich bestärken dürfte. Aktuell werden hierbei Aristocrat Leisure immer noch die besten Chancen zugesprochen. Legt ein Unternehmen jedoch ein lukrativeres Übernahmeangebot vor, dann würden sich die Aktionäre wohl dafür entscheiden.

NorthStar Gaming will Marktführer werden     

Playtech setzt seine Bemühungen zum Ausbau der Geschäftsbereiche RNG und Live Online Casinos fort und hat ein neues strategisches Partnerschaftsabkommen mit NorthStar Gaming, einem kanadischen Entertainment-Anbieter, der aus einem mit über 128-jähriger Traditionen im Nachrichtensektor ansässigen Unternehmen hervorgeht. Die Marke soll als Online Casino sowie Wettanbieter unter kanadischen Spielern als marktführend etabliert werden.

Wie am Dienstag, dem 11.01.2022 in der Pressenachricht bekannt gegeben wurde, wird Playtech im Rahmen der Vereinbarung seine IMS-Plattform für NorthStar Gaming bereitstellen. Nach Angaben des Unternehmens wird dies die Qualität der erstklassigen Gaming-Plattform für Casino Spiele und Sportwetten von NorthStar Gaming noch weiter verbessern. Trotz der Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen stehen jetzt die behördlichen Genehmigungen und Zulassungsverfahren für die erforderlichen Lizenzen an. Da Playtech ohnehin ausschließlich in regulierten Märkten aktiv ist, dürfte die Erlaubnis reine formsache sein.

Erst nach erfolgreichem Abschluss des Erlaubnisverfahrens durch die zuständige Regulierungsbehörde darf die Casino Software in Betrieb genommen werden. Die IMS-Plattform von Playtech wird NorthStar Gaming ein branchenführendes Angebot über mehrere Produkte hinweg bieten. Das Arrangement mit Playtech in Kanada erfolgte wenige Wochen nach der Einführung von Live-Casino-Einrichtungen in zwei Bundesstaaten der angrenzenden Vereinigten Staaten. Darüber hinaus baut der Glücksspielanbieter seine Präsenz in anderen internationalen Märkten aus.

Deutsche Online Spielhallen haben bereits Zugang zu einzelnen Playtech Spielautomaten. Auf die Live Dealer Spiele müssen Kunden hierzulande jedoch weiterhin verzichten. Zwar gibt es erste Anstrengungen für ein Baden-Württemberg Online Casino sowie auch in Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Schleswig-Holstein, allerdings ist die Politik weder auf Bundes- noch auf Landesebene für schnelles Handeln bekannt.

Michael Moskowitz, Chief Executive Officer und Gründungspartner von NorthStar Gaming, kommentiert den Deal in der Pressenachricht wie folgt: „NorthStar Gaming ist begeistert, der exklusive kanadische Partner im Medien- und Verlagsbereich von Playtech, einem weltweit führenden Anbieter von Glücksspieltechnologie zu sein. Die branchenführende Produktpalette von Playtech wird uns einen unübertroffenen Vorteil auf dem Markt verschaffen, da wir über eigene Inhalte und entsprechende Lokalisierung verfügen – etwas, von dem wir wissen, dass die Kunden danach suchen.“

 Mor Weizer, Chief Executive Officer bei Playtech, erklärt: „Wir freuen uns sehr, unsere Partnerschaft mit NorthStar Gaming bekannt zu geben, die sich darauf vorbereitet, ihr marktführendes Online-Glücksspiel-Geschäft in Kanada zu starten. Unser Erfolg beruht auf strategischen Partnerschaften mit branchenführenden Betreibern auf der ganzen Welt, und wir sind gespannt auf die Zusammenarbeit mit einem führenden Unterhaltungsunternehmen wie NorthStar Gaming. Wir bei Playtech sind bestrebt, ein nachhaltiges, wirtschaftlich tragfähiges und fesselndes Unterhaltungserlebnis zu bieten – zum Nutzen aller Beteiligten.“

Die total verrückte Playtech Übernahme

Unterdessen Playtech dabei ist mit NorthStar Gaming seine Echtgeld Spiele weiter in die Welt hinauszutragen, um Amerikanisches und Europäisches Roulette, Blackjack und Slots zur Unterhaltung anzubieten, wird hinter den Kulissen daran gearbeitet, die Geschäftsübernahme abzuschließen. Ein Abkommen mit dem australischen Spielautomatenhersteller Aristocrat Leisure zum Preis von 2,7 Milliarden Pfund wurde bereits unterzeichnet und muss noch von den Aktionären genehmigt werden. Ein weiteres Konsortium, das Joint Venture JKO Play, zeigt Interesse am Kauf von Playtech, hat aber noch kein Angebot abgegeben. Dahinter steckt unter anderem der frühere Besitzer eines Formel-1-Teams Eddie Jordan.

Nachdem unser Team bereits Recherchen aufgedeckt hat hinsichtlich skurriler Aktienpakete, die über Marktwert durch asiatische Investoren von Playtech aufgekauft wurden, um eine Aristocrat Übernahme zu verhindern, tritt jetzt ein indischer Milliardär auf den Plan. Wie die Sunday Times berichtet, hat sich der Mitbegründer von PartyGaming, Vikrant Bhargava, dazu bereit erklärt, eine potenzielle JKO Play Übernahme von Playtech zu unterstützen. Der in Indien geborene Geschäftsmann aus Großbritannien hat ein Teil seiner Milliarden mit der Live Poker Plattform PartyPoker verdienen können sowie mit British Gas und der Banco of America.

Während Playtech noch auf die Zustimmung seiner stimmberechtigten Aktionäre wartet, hat Eddie Jordans JKO Play noch die Möglichkeit, den Bieterkrieg für sich zu entscheiden. Dafür muss das Angebot natürlich über dem des Glücksspielriesen aus Down Under liegen. Ursprünglich hatte Playtech ein Kaufangebot in Höhe von 2,7 Milliarden Dollar von Aristocrat erhalten, aber der Anbieter beschloss, die Zustimmung der Aktionäre zu dem Aristocrat-Deal zu verschieben. Die Abstimmung, die ursprünglich am 12. Januar hätte stattfinden sollen, wird jetzt am 2. Februar abgehalten.

Der Termin wurde verschoben, um mehr Zeit für die Vorlage eines gegen Angebots in Höhe von 3 Milliarden Dollar von einem Konsortium unter der Leitung des Formel-1-Tycoons Jordan zu gewinnen. Jordan und der Branchenkenner Keith O’Loughlin (ehemals Scientific Games) zeigten bereits im November 2021 Interesse am Verkauf von Playtech, und ersuchten den Anbieter um mehr Zeit für die Ausarbeitung eines möglichen Angebots. Das Übernahmeangebot von Aristocrat für Playtech erfolgte im Oktober. Der Bieterkrieg hat jedoch dazu geführt, dass die Aktien seither deutlich über diesem Niveau gehandelt werden.

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