Coates

Betreiberfamilie Coates von bet365 zum dritten Mal in Folge größter Steuerzahler in Großbritannien! (Bild von bet365partners.com)

Großbritanniens größte Steuerzahler: Bet365-Gründerin Denise Coates führt die Liste zum dritten Mal in Folge an, nachdem sie bereits 2020 rund 573 Millionen Pfund an die britische Steuerbehörde gezahlt hat. Die Gründerin von bet365, Denise Coates, rangiert auch im Jahr 2021 auf der Liste der größten Steuerzahler Großbritanniens an oberster Stelle. Coates, die bet365 im Jahr 2000 gründete, ist zugleich die 17. reichste Person des Landes und zahlte im vergangenen Jahr in ihrer Funktion als Geschäftsführerin des Glücksspielunternehmens mit Online Casinos und Wettportalen etwa 421 Millionen Pfund an Steuern. Obwohl die Familie Coates rund 91 Millionen Pfund weniger Steuern zahlte als im Jahr 2020, führt sie die Liste mit fast 200 Millionen Pfund mehr an als der zweitplatzierte Hedgefonds-Manager Chris Rokos, der 300 Millionen Pfund an den Fiskus abführte. Das bedeutet auch, der Fiskus hat an den nachhaltigen Auswirkungen der Pandemie zu kämpfen.

Der unaufhaltsame Aufstieg der Bet365 Milliardärin

Die Familie Coates und ihr Unternehmen zahlten im vergangenen Geschäftsjahr in Großbritannien etwa 480 Millionen Pfund Steuern – mehr als jeder andere. Es ist nicht nur die Höhe des Steuerbetrag, die beeindruckt. Mit über 63 Millionen Kunden weltweit ist bet365 einer der größte Anbieter von Online-Glücksspiel. In nur 12 Monaten haben Denise Coates ihre Familie und das Unternehmen, das sie vor 22 Jahren in einer auf einem Parkplatz aufgestellten Baracke gegründet hat, 481,7 Millionen Pfund in die öffentlichen Kassen gespült.

Die Summe lässt sich beliebig aufschlüsseln, wie aus Zeitungsberichten hervorgeht. Das ist genug Geld, um die Gehälter von 14.400 Krankenschwestern oder 13.160 Lehrkräften an Schulen in Großbritannien zu bezahlen, genug, um acht neue F-35-Jets für die Luftwaffe zu kaufen. Dieser enorme Steuerbetrag bedeutet auch, dass Coates zum dritten Mal in Folge die „Sunday Times Tax List“ anführt – die jährliche Rangliste derjenigen, die anscheinend am meisten an die britische Steuerbehörde abführen.

Die Gründer des Online-Glücksspiel-Imperiums haben laut der Steuerliste der Sunday Times mehr als 480 Millionen Pfund in die Staatskasse eingezahlt. Dementsprechend stehen Denise Coates und ihre Familie in der Steuerliste der Sunday Times ganz oben: Die Eigentümer von bet365 haben schätzungsweise 481,7 Millionen Pfund zu den öffentlichen Finanzen beigetragen. Dies ist das dritte Jahr in Folge, in dem die Familie Coates (Denise, Bruder John und Vater Peter) die Rangliste des britischen Magazins über die Steuerzahlungen anführen.

Ein wesentlicher Grund für die anhaltende Top-Platzierung ist die Pandemie. Glücksspiel findet nur bedingt in Spielhallen statt, Gleiches gilt für Sportwetten. Roulette, Blackjack oder Einsätze an Slots. Das Internet ist zum Mekka des Glücksspiels moniert. Als der am längsten regulierte iGaming-Markt der Welt genießt das Online-Glücksspiel zusätzlich eine hohe Akzeptanz.

Weiterer Glücksspielaktionär in der Top 5

Coates, die bet365 im Jahr 2000 gründete, zahlte im vergangenen Jahr in ihrer Funktion als Geschäftsführerin des Online-Glücksspielunternehmens rund 421 Millionen Pfund Steuern. In der Sunday Times Tax List findet sich nur ein Name aus der Top 10 – die zehntplatzierte Familie Weston mit einem Vermögen von 11 Mrd. £ – unter den zehn größten Steuerzahlern. Die 54-jährige Coates, deren Gesamtvermögen auf 8,4 Milliarden Pfund geschätzt wird, hat seit 2016 rund 1,6 Milliarden Pfund verdient und damit einen Wahnsinns-Gehaltsscheck erhalten, der mehr als das 9.500-fache des durchschnittlichen britischen Jahresgehalts von 25.971 Pfund beträgt. Sie besitzt etwas mehr als die Hälfte der Aktien von bet365, mit einem gemeinsamen Anteil von 91 Prozent, wenn ihr Bruder John, der als Co-Chef fungiert, und Ehemann Richard Smith mit einbezogen werden.

Ebenfalls in der Steuerliste der Sunday Times aufgeführt sind die Brüder Fred und Peter Done, die Gründer von Betfred, die im vergangenen Jahr schätzungsweise 170 Millionen Pfund Steuern gezahlt haben und damit hinter dem Eigentümer von JD Sports, Stephen Rubin, und der Familie Weston auf Platz fünf der Liste stehen. Von den 170 Millionen Pfund entfielen 55,1 Millionen Pfund auf die Wettsteuer von Betfred, 38,1 Mio. Pfund auf die Spielautomaten Steuer und 8,4 Millionen Pfund auf die gesetzliche Wettabgabe. Die beiden Betfred Brüder werden immer noch als mögliche Interessenten der Wettfilialen von William gehandelt. Der 888casino Betreiber hat das internationale Geschäft außerhalb der USA von Caesars Entertainment  übernommen und sich noch nicht vollumfänglich dazu bekannt, künftig auch im terrestrischen Bereich agieren zu wollen. Hingegen ist Betfred als britisches Urgestein vor Ort durchaus präsent.

Während die bet365 Familie schätzungsweise 421 Millionen Pfund Steuern zahlt, landet Stephen Rubin, der Eigentümer eines Sportbekleidungskonzerns, zu dem Marken wie Speedo und Berghaus gehören, mit 143,9 Millionen Pfund dahinter. Der drittplatzierte Sir James Dyson hat schätzungsweise 103 Millionen Pfund gezahlt. Die Harry-Potter-Autorin J. K. Rowling ist mit einer geschätzten Steuerzahlung von 48,6 Millionen Pfund zum ersten Mal unter den Top 50 der Steuerzahler vertreten. Sie hat bereits früher davon gesprochen, dass sie sich bewusst dafür entschieden hat, die vollen Steuern im Vereinigten Königreich zu zahlen, und sich geweigert hat, in einer Steueroase zu leben. Gleichzeitig hat sie gierige Steuerflüchtlinge kritisiert.

Die Gesamtsumme, die von den 50 größten britischen Steuerzahlern im abgelaufenen Jahr gezahlt wurde, stieg von 3,2 Milliarden Pfund auf 3,7 Milliarden Pfund, wobei die Mindestzahlung, die erforderlich ist, um in die Liste aufgenommen zu werden, um 16 Prozent auf 15,2 Millionen Pfund zugelegt hat.

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