Die Progression d’Alembert

Für Anfänger ist die Progression d’Alembert Strategie am Roulette Tisch eine gute Wahl! (Bild von Angelo Giordano auf Pixabay)

Der französische Mathematiker, Physiker und Philosoph der Aufklärung Jean Le Rond d’Alembert hat sich als einer der ersten Menschen mit wahrscheinlichkeitstheoretischen Grundsätzen beim Roulette befasst. Dabei lebte der zwischen 1717 und 1783 in Frankreich, wo ein Studium der Rechtswissenschaften absolvierte, sowie auch ein Medizinstudium, erst später ging er seiner Leidenschaften, der Mathematik und Physik nach. Er lebte zu jederzeit, als das Roulette die Welt eroberte und im speziellen den gut betuchten französischen Adel. Die Progression d’Alembert ist im Prinzip nichts weiter als ein Money Management System, das in der Theorie die Gewinnchancen am Roulette Tisch erhöhen soll.

Einige grundlegende Fakten zum Progression d’Alembert Spielsystem

Die Progression von d’Alembert ist ein Roulette System, das es in vielen verschiedenen Ausführungen gibt. Alle Varianten haben am Ende eines gemeinsam, dass Sie nach einem Verlust oder Gewinn einen festen Betrag zu Ihrem Einsatz addieren und subtrahieren. Dies kann aufgrund eines verlorenen Coups geschehen oder nach einem Gewinn. Die Größenordnung ist dabei jeweils abhängig von Ihrem System und selbstverständlich immer an Ihren ursprünglichen Anfangseinsatz gebunden.

Generell gibt es viele Gemeinsamkeiten mit dem bekannten Martingalespiel, dass bereits beim alten Kartenspiel Pharo zur Anwendung kam sowie später beim Roulette. Grundlegend für die Funktionsweise ist der Progression d’Alembert ist es, sich einzig auf einfache Chancen zu konzentrieren. Nur die höchsten Gewinnwahrscheinlichkeiten auf dem Tableau lassen sich mit dieser Strategie bespielen.

Bessere Erfolgschancen ohne Doppel-Null

Als der Erfinder der Progression d’Alembert sich mit dem Kessel und der Verteilung der Chancen auf dem Tableau beschäftige, gab es noch kein uns heut bekanntes französisches Roulette. Sie Fragen sich warum? Schließlich ist Jean Le Rond d’Alembert ja Franzose, allerdings hat das Roulette Rad bis ins 19. Jahrhundert hinein immer eine Null und eine Doppel-Null gehabt. Selbiges Format bieten heutzutage amerikanische Roulette Tische.

Die doppelte Null wurde erst im 19. Jahrhundert durch François Blanc abgeschafft, der als Betreiber in der berühmten Spielbank Bad Homburg die Attraktivität an den Tischen erhöhen wollte. Das ist ihm gelungen, denn Jahre später konnte er sich als erster überhaupt die Konzession für ein Casino in Monaco sichern und das bis heute bestehende Imperium des Casinos von Monte Carlo aufbauen. Die grundsätzliche Erfolgsaussicht an einem Tisch mit nur einer Null im Kessel sollte entsprechend noch besser ausfallen als die Berechnungsgrundlage zur Progression d’Alembert Mitte des 18. Jahrhunderts hergab.

Wie funktioniert die Progression d’Alembert?

Für den Anfang sollten Sie sich einen festen Einsatz überlegen, denn aufbauend darauf wird die Progression gespielt. Des Weiteren müssen Sie sich für eine Außenwette entscheiden, die Ihnen am besten gefällt. Am Ende sind die Eintrittswahrscheinlichkeiten dieselben, egal, ob Sie auf Rot und schwarz, gerade und ungerade oder niedrige und hohe Zahlen setzen.

Wenn Sie mit einem Grundeinsatz von 5 Euro beginnen und verlieren die erste Runde, dann erhöhen Sie zum nächsten Coup auf 6 Euro. Bei einem Gewinn reduzieren Sie Ihren Einsatz auf 4 Euro. Da Sie bei einem Verlust den Einsatz um eine Einheit erhöhen und bei einem Gewinn um eine Einheit reduzieren, wird am Ende jeder Verlust kleiner ausfallen als der vorherige und gleichermaßen auch der nächste Gewinn. Schauen wir uns ein Beispiel für die Roulette Progression d’Alembert an:

  1. Coup: Einsatz 5€ – Sie verlieren die Runde – Verlust 5€
  2. Coup: Einsatz 6€ – Sie verlieren die Runde – Verlust 11€
  3. Coup: Einsatz 7€ – Sie verlieren die Runde – Verlust 18€
  4. Coup: Einsatz 8€ – Sie gewinnen die Runde – Verlust 10€
  5. Coup: Einsatz 7€ – Sie gewinnen die Runde – Verlust 3€
  6. Coup: Einsatz 6€ – Sie gewinnen die Runde – Gewinn 3€

Unabhängig von der Reihenfolge von Verlusten und Gewinnen würden Sie am Ende dieser sechs gespielten Runden einen Profit erzielen. Die Idee dahinter ist, so viele Runden zu spielen, bis Sie mehr auf der Habenseite haben als verlorene Einsätze.

Der Strategieansatz hat einen Haken

Prinzipiell ist es für Sie als Einsteiger sicher eine Überlegung wert, sich an die Strategietipps der Progression d’Alembert zu halten. Sie verfallen so nicht in eine Situation nach mehrere Verlustcoups zu versuchen, alles auf einen außerordentlichen Gewinncoup zu setzen, der Ihre Verluste  einmalig wieder ausgleicht. Allerdings müssen Sie immer eins bedenken: Roulette ist der Inbegriff von Zufall und Wahrscheinlichkeit! Die Ècarts der Ergebnisse, sprich die Differenzen über viele Runden hinweg lassen sich nicht vorhersagen.

Es kann sein, dass Sie innerhalb von 30 Coups 25-mal erhöhen müssen. Zwar würden Sie so einen Großteil der Verluste abfedern können, jedoch meilenweit von einem positiven Nettoergebnis entfernt bleiben. Wählen Sie den Anfangswert zu hoch, dann kann Ihnen bei einer längeren Verlustphase das Kapital ausgehen. Eine ausgeklügelte Berechnung zum perfekten Money Management ist daher eine wichtige Grundlage.

Schlussfolgernd bleibt festzuhalten, dass die Progression d’Alembert Strategie ein interessantes Hilfsmittel ist, um nicht planlos zu spielen, eine Gewinngarantie gibt es am Ende jedoch nicht. Am Live Roulette Tisch können Sie die Variante gut anwenden, da es viele Tische mit Einsatzlimits von unter einem Euro gibt, ist auch ein kleines Budget für einen Versuch geeignet.

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