FBI Agent

FBI Agent verliert Geld von der Regierung im Las Vegas Casino! (Bild von quinonesnaomy auf Pixabay)

Wer zocken will, findet immer Möglichkeiten und das oftmals, auch wenn der Geldbeutel restlos leer ist. In der Art kam es im Jahr 2017 zu einem Vorfall in Las Vegas, in den ein verdeckter Ermittler des FBI verwickelt war, der am Blackjack Tisch „im Namen der Regierung“ gezockt hat. In diesem Sinne hat sich der FBI Agent auf die falsche Seite des Gesetzes begeben und kurzerhand 13.500 Dollar an Regierungsgeldern mit seinen Wetten am Casinotisch verloren. Der Fall landete jetzt fast 5 Jahre nach dem Vorfall vor Gericht in Las Vegas. Im Laufe des Prozesses bekannte sich der Bundesbeamte schuldig, womit ihm im schlimmsten Fall eine Höchststrafe von bis zu einem Jahr im Gefängnis droht. Allerdings wird ihm sein Schuldeingeständnis auf der Anklagebank schuldmindernd angerechnet.

FBI Agent verliert 13.500 Dollar im Casino

Wie aus einem Artikel des Nachrichtenportals Reuters hervorgeht, stehen die Chancen auf eine Bewährungsstrafe gut. Der Bundesbeamte habe zwar widerrechtlich das Geld des US-Staats für Glücksspiel in einem Casino in Las Vegas missbraucht, hat sich jedoch einsichtig gezeigt und schuldig bekannt. In diesem Zusammenhang hat FBI-Agent Scott Carpenter eingeräumt, 2017 in einer Spielbank in Sin City mit 13.500 Dollar aus Regierungsgeldern Blackjack gespielt zu haben. Wie Reuters berichtet, ist mit einer maximalen Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr zu rechnen, die Scott Carpenter für seine Verbrechen aufgebrummt wird.

Im Rahmen eines Deals bekannte sich der 40-Jährige am Dienstag vor einem Gericht in Las Vegas des Missbrauchs von staatlichen Geldern schuldig. Der fragliche Vorfall ereignete sich im Jahr 2017, als Carpenter für eine Undercover-Ermittlung nach Las Vegas reiste. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft begaben sich neben dem Angeklagten drei weitere Agenten des FBI zwischen dem 27. und 31. Juli 2017 nach Las Vegas, um eine Undercover-Operation vor Ort durchzuführen.

Nach Abschluss seiner Arbeit verprasste der FBI-Agent 13.500 Dollar aus Regierungsmitteln beim Blackjack im Spielsalon eines Casinos mit hohen Limits. Die US-amerikanische Bezirksrichterin Gloria Navarro setzte seine Verurteilung für den 18. Mai an. Bis dahin heißt es abwarten und kein Geld mehr beim Roulette, Blackjack oder anderen Spielformen zu setzen.

Die Verteidigung argumentiert wie folgt: Paul Fishman und Mindy Gorin von Arnold and Porter Kaye Scholer verteidigten den FBI-Agenten bei der Gerichtsverhandlung am Dienstag, den 24. Februar 2022. Das Verteidiger-Duo hat dabei auf Carpenters persönliche Probleme zum Zeitpunkt der Tat hingewiesen, sowie auf seine Versuche, seine Fehler umgehend wieder gut zu machen. Laut Staatsanwaltschaft reisten Carpenter und drei weitere Agenten des Federal Bureau of Investigation vom 27. bis 31. Juli 2017 nach Las Vegas, um eine Undercover-Operation durchzuführen.

Suchtproblem Alkohol führt zu unkontrollierten Spielverhalten

Wie aus der Nachricht des Weiteren zu entnehmen ist hat der Bundesbeamte des Federal Bureau of Investigation im Anschluss an sein Vergehen professionelle Hilfe für sein Alkoholproblem an Anspruch genommen. Sein Anwalt erklärte, dass sein Mandat vor vier Jahren einen schrecklichen Fehler begangen hat. Er stellte jedoch klar, dass der FBI Agent sein Verhalten sofort gegenüber seinen Vorgesetzten eingeräumt hat und sich darüber hinaus professionelle Hilfe für sein Alkoholproblem suchte. Des Weiteren sind umgehend Vorkehrungen getroffen wurden, um das verzockte Geld dem FBI zurückzuzahlen.

Im Rahmen eines Vergleichs bekannte sich Carpenter schuldig. Dieser sieht vor, dass der FBI Agent nicht zu einer Gefängnisstrafe, sondern zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wird. Hierzu haben verschiedene Details beigetragen, die für eine mildere Behandlung sprechen. Abgesehen von einem Geständnis sowie freiwilligen Maßnahmen, seine Suchtprobleme in den Griff zu bekommen, hat die Staatsanwaltschaft den ansonsten vorbildlichen Dienst bei der Bundesbehörde lobenswert erwähnt und seine Verdienste bei der US-Armee.

FBI Agent

Bildquelle: Clker-Free-Vector-Images Pixabay

Nicht der Einzige aufsehenerregende Zockerfall

Der FBI Agent Carpenter ist sicherlich nicht der erste, der Geld von einer Behörde oder anderen öffentlichen Institution für seine Spielsucht missbraucht. Im Februar 2022 wurde selbst eine Nonne in Kalifornien wegen Glücksspiel mit gestohlenen Geld zu einen Jahr Gefängnis verurteilt. Die nette Dame hat über Jahre eine Spielsucht verschleiert und mehr als 835.000 Dollar an Schulgeldern einer katholischen Bildungseinrichtung verspielt. Mit ihrer Strafe kommt die 80-Jährige glimpflich davon, die nach Ihrer Entlassung insgesamt 825.338,57 Dollar an die St. James Catholic School in Torrence zurückzahlen muss.

Ein weiterer kurioser Fall ereignete sich ebenfalls dieses Jahr im Vereinigten Königreich. Hierbei wurde ein 37-jähriger Mann durch ein britisches Gericht zu drei Jahren Knast verurteilt. Dem für die Finanzen einer Wohltätigkeitsorganisation zuständigen Mitarbeiter wurde nachgewiesen über 200.000 Pfund von der gemeinnützigen Organisation abgezweigt zu haben, um seine Leidenschaft für Online Casinos zu finanzieren. Das Bankinstitut der Wohltätigkeitsorganisation wandte sich jedoch zunächst per E-Mail an die Organisation, da Betrugsverdacht bestand, den der zuständige Angeklagte jedoch versuchte zu vertuschen. Am Ende wurde die Kriminalpolizei eingeschaltet, die seine Machenschaften aufdecken konnte.

Der in London lebende Mann hatte das Geld über einen Zeitraum von 20 Monaten von seinem gemeinnützigen Arbeitgeber, der British Society of Echocardiography (BSE), abgezweigt und mit dem Geld im Casino online gespielt. Bei der im Osten Londons ansässigen Wohltätigkeitsorganisation war der Beklagte zunächst als Finanzverwalter tätig, bevor er zum Finanzbeauftragten aufstieg. In seiner verantwortungsvollen Funktion hatte er Zugang zu den Bankkonten sowie PayPal der BSE und verwendete unrechtmäßig hohe Summen für Online-Glücksspiele.

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